Patch-Zeitraum 2017

Im Patchzeitraum 2017 (6.-19. März) wurde das Fahrerhandbuch inhaltlich überarbeitet.
  • In der ersten Woche, vom 6. bis 13.3., war das gesamte Tool (Frontend und Backend) gesperrt.
  • In der zweiten Woche, vom 14. bis 19.3., war das Backend wieder geöffnet, damit die spezifischen Inhalte der Mineralölgesellschaften und Speditionen bearbeitet werden konnten.
  • Der Downloadbereich (Frontend) ist seit 20.3. ebenfalls wieder erreichbar.
In diesem Jahr wurden die folgenden Änderungen an Basisinhalten vorgenommen:
  1. Kapitel 2.1: Im Hinblick auf die digitalen Tachografen wurden in den Tabellen der Arbeits- Lenk und Ruhezeiten neben den Schaublättern auch der Begriff „Arbeitszeitnachweise“ ergänzt. Die Schaublätter wurden nicht herausgenommen, da es sicherlich auch noch Fahrzeuge mit analogen Tachografen existieren.
  2. Kapitel 2.7.2.1: Sehr viele Rückmeldungen von den Nutzern gab es zu den Tabellen der PSA. Daher hat uns dieses Thema sehr intensiv beschäftigt, um alle Arten (Sommer / Winter etc.) in einer einheitlichen Definition zu beschreiben.
    1. Es wird nun in der Arbeitsbekleidung in Beinbekleidung und langarmige Oberkörperbekleidung unterschieden. Diese müssen den Normen EN ISO 11612 (hitzebeständig) und EN 1149 und EN 20471 Klasse 2 entsprechen.
    2. Zusätzlich wurde eine Zeile für „Wetterschutzkleidung“ eingeführt. Diese darf abweichend von der allgemeinen Definition der Arbeitskleidung auch nur der EN ISO 14116 (flammhemmend) entsprechen. In diesem Fall muss die darunter getragene Bekleidungsschicht der EN ISO 1162 entsprechen!
    3. Bei den Sicherheitsschuhen wurde bei der Klasse 2 verblieben. Jedoch wurde aufgenommen, dass die Schuhe eine profilierte Sohle haben sollten und bei Belieferungen z.B. bei Baustellen eine Durchtrittsicherheit und eine knöchelhohe Ausführung haben sollten.
    4. Die Verwendung von Warnwesten ist nur noch bei Pannen und Unfälle zulässig. Standardmäßig muss die Arbeitsbekleidung den Anforderungen der EN20471 Klasse 2 entsprechen. Eine Verwendung von Warnwesten während der Be- und Entladung ist somit nicht erlaubt, insbesondere wegen der fehlenden Eignung nach EN1149 und vor allem aufgrund der erhöhten Unfallgefahr durch Hängenbleiben!
    5. Es wurde auch der Hinweis aufgenommen, dass die Pflege- und Verwendungsvorschriften zu beachten sind. Dabei ist vor allem auf die Reinigung und die maximalen Reinigungsanzahl der Arbeitsbekleidung gedacht worden.
  3. Kapitel 2.8.2.1 Version Österreich: Die Bildbeschreibung der österreichischen Version der Ex-Zonen für Retail und Commercial wird mit dem Text ergänzt „bei geöffnetem und aufgestelltem Schacht bzw. Schrankdeckel“
  4. Kapitel 2.8.2.3 Version Österreich, Deutschland LPG: Die Regelungen hinsichtlich der zu berücksichtigenden Dokumente für den Absicherung der Ex-Zone wurde geändert, verkürzt bzw. klargestellt.
  5. Kapitel 3.2.1: In diesem Kapitel gab es eine Dopplung der gleichen Vorschrift. Dieser Fehler wurde berichtigt.
  6. Kapitel 4.1: Es wurde aufgrund von Hinweisen im Text dieses Kapitels eingearbeitet, dass die Verkehrsregeln am Tanklager natürlich gelten, die Standheizung nicht nur ausgekühlt sondern auch abgeschaltet sein muss und dass keine Behinderung und Gefährdungen durch den Tankwagen auch für andere Abholer entstehen.
  7. Kapitel 4.1.1: Es wurde der Begriff „Transport-Einheit“ gegen die Formulierung „gemeinsam in einem Tankanhänger“ getauscht.
  8. Kapitel 4.1.2: Vor Verlassen der Befüllspur beim Bottom-Loading wurde aufgenommen, dass noch ein Sicherheitsrundgang um Fahrzeug zu machen ist.
  9. Kapitel 4.3: Es wurde der Begriff „Transporteinheit“ gestrichen, da dieser für das Verständnis der Regelung nichts beiträgt.
  10. Kapitel 5.1.1: Das Abschließen der Fahrerkabine muss natürlich nach dem Verlassen dieser erfolgen. Daher wurde der Text leicht ergänzt.
  11. Kapitel 5.1.2: Dieses Kapitel Abgabe bei Tankstellenausfuhr wurde erheblich überarbeitet und versucht klarer aber auch kürzer aber unter Berücksichtigung der länderspezifischen Besonderheiten (z.B. bei der Herstellung des Potenzialausgleiches) zu definieren.
  12. Kapitel 5.1.2: Neben der redaktionellen Überarbeitung dieses Kapitels wurde auch noch neue Regelungen eingearbeitet:
    1. Bei Kammernteilungen vom Tankwagen ist darauf zu achten, dass eine sichere Weiterfahrt möglich ist. Daher sind diese Kammerteilungen schon bei der Beladung des Tankwagens im Tanklager zu berücksichtigen.
    2. Während der laufenden Abgabe ist eine direkte Anwesenheit bei den Schläuchen erforderlich. Eine Überwachung aus dem Fahrerhaus über die Spiegel ist somit verboten!
    3. Schließt ein Grenzwertgeber nicht beim maximalen zulässigen Füllgrad (z.B. bei einem zu geringen Füllstand) so ist eine Meldung gemäß Meldeplan zu machen.
  13. Kapitel 5.2.3: Auch die Produktabgabe im Bereich Commercial wurde sinngemäß jenen neuen Anforderungen des Kapitels 5.1.2 ergänzt. Auch hier wird eine direkte Anwesenheit bei den Schläuchen erwartet.
  14. Kapitel 5.4.1: Im Rahmen der Vorbereitung für die LPG Auslieferung ist auch der korrekte Empfänger zu prüfen. Bei der Anlage ist dann die Umgebung des Einfüllstutzens auf erhöhte Brand- und Explosionsgefahren zu prüfen.
  15. Kapitel 5.4.3: Im Gefahrenbereich bei LPG ist das Rauchen und Hantieren mit offenem Licht und Feuer nicht nur zu unterlassen sondern verboten. Dementsprechend wurde die Formulierung angepasst.
  16. Kapitel 5.5.1 Deutschland: Bei dem Aussagen von Tanks an Tankstellen und Entladestellen ist dazu in Deutschland die TKW-Elektronik auf Befüllmodus zu stellen.
  17. Kapitel 6.1.1: zur Klarstellung, dass immer der Sicherheitsgurt zu tragen ist, wenn das Fahrzeug auch nur bewegt, wurde der Begriff „Fahrt“ durch einen Klammerausdruck „Fahrzeug in Bewegung“ ergänzt.
  18. Kapitel 6.2.1: Anstelle des Begriffes „Lenk- und Ruhezeiten“ wurde der allgemeiner und umfassender Begriff „Sozialvorschriften“ eingesetzt.
  19. Kapitel 6.3: Folgende Änderungen wurden für die mitzuführenden Dokumente gemacht:
    1. In Deutschland ist nicht mehr das Sozialversicherungsdokument notwendig.
    2. In Deutschland für nicht EU-Bürger ist eine Arbeitserlaubnis im Original mitzuführen.
    3. In Deutschland ist wie in den anderen beiden Ländern das Produktanalyse- und Freigabezertifikat nur bei Aviation notwendig.
    4. Es sind Ersatzrollen für den digitalen Tachografen mitzuführen.
    5. In Österreich und der Schweiz hat der Gefahrgutlenkerausweis gefehlt und wurde ergänzt.
    6. Dafür wurden die Bestimmungen von Deutschland gemäß GGVSEB aus dem Österreich-Teil entfernt.
    7. Die Prüfbericht für Tacho bzw. Geschwindigkeitsbegrenzung wurde in der Schweiz aufgenommen
  20. Kapitel Glossar: Im letzten Punkt wurde die Beschreibung des VOC richtig gestellt.
Der nächste Patchzeitraum ist für März 2018 angesetzt.